© 2015 PHOENIX Jugendhilfe info@villaphoenix.de KONTAKT Verschieden und doch gleich Beteiligungswerkstatt in Mainz "Welche Werte sind wichtig bei der Heimerziehung?" Ich stehe an der Eingangstür des Don Bosco Hauses in Mainz. Nach
fast zwei Stunden Fahrt bin ich müde und schaue etwas lethargisch
wie ein Jugendlicher nach dem anderen die Türe hereinspaziert. Im
Anhang die Betreuer, meist so jung, dass ich schon raten muss wer
Betreuer und wer Heimbewohner ist. Bei der Anmeldung höre ich
Herkunftsorte wie Trippstadt, Landstuhl, Hamm, Kaiserslautern und
sehe Persönlichkeiten unterschiedlichster Art: von groß bis klein,
dick oder dünn, heller oder dunkler Hautfarbe, Typen in Anzügen und in
Jogginghosen, ist alles dabei.

Nach einer Begrüßung und kleinen Anfangsfragerunde, wer wie lange
herfahren musste, wer welche Sockenfarbe trage oder wer ein Betreuer
sei, ging es zu der ersten schweren Aufgabe. Nun sollte sich jeder drei
Werte aufschreiben, die ihm in der Wohngruppe, in der er lebt, wichtig
seien und diese mit den Teilnehmern der eigenen Institution
besprechen. Hilfestellung hierfür gab ein Meer, ausgelegt auf dem
Boden, aus tausend Werten. Ich war baff über diese Vielfalt an Werten
und hatte gar nicht damit gerechnet, dass überhaupt so viele
existieren. Umso schwerer war demnach die Herausforderung, die
drei wichtigsten zu finden!

Den restlichen Tag würde ich als eine Art roten Leitfaden mit
individuellem Spielraum beschreiben. Ziel war es tatsächlich, am Ende
die für uns wichtigsten Werte für das Zusammenleben in unserer
Wohngruppe "Villa Phoenix" zu finden. In der Zielfindungsphase wurden
wir immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Sei es die
Konfrontation mit Meinungen anderer Jugendlicher, die Kommunikation
mit jungen Flüchtlingen, die Französisch sprachen, Diskussionen oder
Interaktionsspiele, bei denen wir aus uns herauskommen und
Berührungsängste überwinden mussten.

Nach einem anstrengenden Tag hatten wir letztlich alle das Ziel erreicht!
Zu sehen war dies anhand von selbst gestalteten Abschlussplakaten
jeder einzelnen Wohngruppe. Hier konnte jeder kreativ gestalten,
welche Werte das Fundament darstellen, welche sie seitlich stützen
und welche das Dach bilden. Spezifisch für die Wohngruppe
Villa Phoenix arbeiteten wir heraus, dass unser Fundament aus dem
Wert "Respekt" besteht. Ein respektvolles Verhalten beinhaltet den
freundlichen Umgang miteinander, die Toleranz jedes Individuums oder
aber den Ausschluss von Beleidigungen und Diskriminierungen. Somit ist
Respekt die Voraussetzung für alle anderen Werte. An oberster Stelle
bildet der "Spaß" das Dach unserer Wohngruppe. Denn Spaß zu haben
bedeutet, trotz vielleicht schwieriger Lebensumstände, der Natur des
Menschen zu folgen, auch mal lachen, loslassen oder gar entspannen
zu können.

Zusammengefasst war dieser Tag mehr als erfolgreich. Denn neben dem
Hauptziel, die wichtigsten Werte in der Heimerziehung zu erarbeiten,
lernten wir verschiedenste Leute sowie Wohngruppenkonzepte kennen.
Auch wenn wir die einzige mit einem therapeutischem Schwerpunkt
waren, mussten wir letzten Endes alle feststellen: Egal wo du
herkommst, wie alt du bist, wie du aussiehst, welche Krankheit du hast
oder eben nicht hast – die Werte, die uns wichtig sind, um ein
gemeinsames, schönes Zusammenleben zu erreichen, sind alle gleich!

Verfasst von Juliane Eichhorn
Ferienfreizeit in den Niederlanden 03.07.2017-14.07.2017 Nach wochenlangen Planungen von Zimmeraufteilungen bis Aktivitäten,
ging es etwas verspätet, wegen der Dachbox, welche sich plötzlich nicht
mehr öffnen ließ, mittags los. Wir fuhren circa. 3 Stunden und kamen
dann endlich in dem Ferien-Park "De Bult", an unserem großen
Ferienhaus mit Garten an. Ein paar Mädels gingen nach kurzer Zeit auf
Entdeckungstour durch den Park, wo sie den parkeigenen Strauß und
die Lamas eifrig beobachteten und fotografierten. Die
"Übriggebliebenen" fuhren in den nächsten Ort um einzukaufen oder
packten ihre Sachen aus. Ein paar von uns hatten ihre Zimmer in Form
von kleinen Bettnischen. Im Voraus führte das zu kleineren und
größeren Diskussionen. Letzten Endes stellte sich aber heraus, dass
diese eigentlich ganz gemütlich waren.

Direkt am nächsten Tag ging es nach Groningen. In kleinen Gruppen
zogen wir durch die schmalen Einkaufssträßchen. Die Auswahl an
ausgefallenen Läden war genauso groß wie die, der großen bekannten
Modegeschäfte. Dadurch hatte die Stadt einen ganz eigenen Charakter.
Abends saßen wir, wie es auch in den folgenden Tagen kommen würde,
am Tisch und planten die nächsten Tage. Für ein paar coole Fotos trafen
wir uns am nächsten Morgen im Garten. Danach ging es nach
Amsterdam. Einige machten eine Grachtenfahrt, wo sie durch die
kleinen Kanäle Amsterdams fuhren und die Stadt bei schönstem Wetter
besichtigten. Danach ging es auf eigene Faust weiter und wir
erkundeten in Kleingruppen die Innenstadt. Dabei entstanden viele
schöne Fotos. Um den Abend in Amsterdam ausklingen zu lassen,
trafen wir uns zum "Therapieessen" beim Inder. Alle fieberten auch auf
den nächsten Tag, denn es sollte ans Meer gehen. Dort angekommen,
blickte man zunächst in enttäuschte Gesichter. Wir waren am
Wattenmeer. Da Ebbe war und sich das Wasser ziemlich zurückgezogen
hatte. Schließlich beschlossen einige das Meer zu "suchen". Am
Ende kamen wir dann von oben bis unten mit Schlamm bedeckt zurück,
da wir bis zu den Knien eingesunken waren und wir uns gegenseitig
aus dem Schlamm ziehen mussten. Schlussendlich fuhren wir dann
wieder zum Ferienhaus und nutzten den folgenden Tag mit der Planung,
wo wir das "richtige" Meer mit "richtigem" Strand finden würden. Die
folgenden Tage waren etwas ruhiger und wir konnten individuell
entscheiden, was wir mitmachen möchten oder ob wir im Ferienhaus
bleiben wollen. Eine kleinere Gruppe fuhr zum Beispiel nochmal nach
Groningen auf ein Foodfestival und ein paar andere in die kleine Stadt
Lemmer, welche am Ijsslemeer lag. Auch dort entstanden weitere tolle
Fotos. In der zweiten Woche fuhren wir gemeinsam nach Rotterdam,
besichtigten dort die Markthalle und den riesigen Markt. Jedoch war es
von da aus auch nicht weit zu den Geschäften, wo einige von uns
Klamotten kauften und somit ihren Klamotteneinkauf aus Amsterdam
"ein wenig" auffüllten. Außerdem planten wir einen Besuch im
"Tropenhaus" und auch einen Ausritt. Ein letztes Erlebnis war die
Bootstour im nahegelegenen "Nationalpark de Weribben-Rieden". Die
Motorboote durften wir in Kleingruppen selbst fahren. Zunächst ging es
durch das "Kleine Venedig des Nordens", danach durch den
Nationalpark. Ein paar von uns hatten sich verfahren, sodass wir statt
2 Stunden, insgesamt 4 1/2 Stunden unterwegs waren und teilweise
echt aufgelöst aber um Erfahrungen reicher, wieder auf die Betreuer
trafen. Am nächsten Tag ging es dann morgens wieder nach
Deutschland. Dort wurden wir bereits erwartet. Schon jetzt beginnen
wildeÜberlegungen, wo die nächste Fahrt hingehen soll?!?

Verfasst von Ellie
Verschieden und doch gleich Beteiligungswerkstatt in Mainz, Thema: "Welche Werte sind wichtig bei der Heimerziehung?" ... Ferienfreizeit Niederlande 2017 Ein Urlaubsbericht unserer zweiwöchigen Ferienfreizeit in den Niederlanden ... Der Feind auf meinem Teller Präventionsfilm zum Thema Essstörungen für das Schul- fernsehen "Planet Schule" des Südwest-Rundfunks ...