ZIELGRUPPE Die Zielgruppe Aufgenommen werden bis zu 9 Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis 21 Jahren, die unter einer psychischen Erkrankung leiden. Zu diesen Krankheitsbildern zählen: Magersucht (Anorexia nervosa) F50.0 Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) F50.1 Essattacken (Binge-Eating) F50.8 Esssucht (Adipositas) E66.x Depressionen F32.x, F33.x, F34.x Angststörungen/Phobien F41.x, F40.x Persönlichkeitsstörungen F60.x Anpassungsstörungen F43.1 posttraumatische Belastungsstörungen F43.2 Konversionsstörungen F44.x Zwangsstörungen F42.x schizophrene Erkrankungen F20.x Die Aufnahmevoraussetzungen von Seiten der Behörde: die Genehmigung des zuständigen Jugend- oder Sozialamtes von Seiten des Klienten: ein Aufnahmegewicht von mindestens >3%- Perzentile des altersabhängigen BMI die Bereitschaft des jungen Menschen das pädagogisch- therapeutische Angebot anzunehmen von Seiten der Familie (bei Minderjährigen): das Einverständnis zur Unterbringung in der Wohngruppe und für eine psychotherapeutische Behandlung KONZEPTION & ANGEBOTE Die Konzeption Unsere Konzeption ist gekennzeichnet durch eine bereichsübergreifende enge Zusammenarbeit der Wohngruppe mit der Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie am DRK Krankenhaus Altenkirchen. Diagnostische (Verlaufs-) Untersuchungen, Behandlungspläne und Zielvereinbarungen werden in Kooperation zwischen Institutsambulanz und Wohngruppe unter Einbeziehung der Mädchen und jungen Frauen sowie ihrer Eltern abgesprochen und in den Lebensalltag umgesetzt. Die multimodalen Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen umfassen ein weites Spektrum pädagogischer und therapeutischer Leistungen. Das Angebot 24-Stunden pädagogisch-psychologische Betreuung und Versorgung strukturierter Tagesablauf mit gemeinsamen Mahlzeiten Ernährungsberatung und wöchentliche Kochkurse Kunsttherapie diagnostische Verlaufsuntersuchungen Psychotherapie (Einzel- und Gruppensetting) schulische und berufliche Förderung Anbahnung und Durchführung von Freizeitaktivitäten beratende Elterngespräche Elternbrunch Der Alltag Unsere pädagogischen Mitarbeiter unterstützen die Mädchen und jungen Frauen dabei wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ihre Erkrankung zu bewältigen und eine normale Alltagsstruktur aufzubauen. Jeder Klientin wird ein Bezugsbetreuer als persönlicher Ansprechpartner zur Seite gestellt. Dieser übernimmt vorrangig sämtliche Aufgaben rund um die Einzelbetreuung der Jugendlichen und hält den Kontakt zum jeweiligen Jugend- bzw. Sozialamt. Die Hauptmahlzeiten werden in der Wohngemeinschaft zusammen mit den Betreuern und/oder der Dipl.-Ökotrophologin zusammen eingenommen. Die Lebensmittel werden gemeinsam eingekauft und die Mahlzeiten täglich frisch in der Wohngruppe zubereitet. Allen Bewohnerinnen steht unsere Dipl.-Ökotrophologin für regelmäßige Einzelgespräche zur Ernährungsberatung und wöchentlichem Kochtraining zur Seite. Nach dem Frühstück verlassen unsere Klientinnen in der Regel das Haus und besuchen eine Schule oder einen Ausbildungsplatz. Es wird eine den persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten entsprechende Schul- oder Ausbildungslaufbahn angestrebt. Hierbei unterstützen wir jede Mitbewohnerin bei der Suche nach einem Schul-, Ausbildungs- oder Praktikumsplatz. Am Nachmittag ist Zeit für Hausaufgaben, individuelle Freizeitgestaltung oder Therapien. Jede unserer Klientinnen erhält wöchentlich Gesprächstherapie durch eine fest zugeordnete Psychotherapeutin. Weiterhin bietet die kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanz am DRK Krankenhaus Altenkirchen für alle Bewohnerinnen eine wöchentliche Gesprächspsychotherapie im Gruppensetting an. Die Kunsttherapie findet ebenfalls im wöchentlichen Turnus statt, hierzu wird unser Kreativraum im Kellergeschoß genutzt. Weiterhin unterstützen wir jede Mitbewohnerin bei einer aktiven Lebensgestaltung und auf der Suche nach einer sportlichen Aktivität ihrer Wahl. Der Kontakt und die Unterstützung durch die Familie und Freunde kann ein wichtiger Faktor auf dem Weg der Genesung sein. Die Einbeziehung der Familie in das Betreuungs- und Behandlungskonzept ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Regelmäßige telefonische Kontakte und Beurlaubungen werden unterstützt. Und natürlich gehören auch regelmäßige Elterngespräche und Beratungen fest zu unserem Betreuungskonzept. Einmal im Monat laden wir die Familien zu einem Brunch in die Wohngemeinschaft ein. In diesem Kontext finden alle 2 Monate auch Informationsveranstaltungen und therapeutische Gruppeninterventionen statt.  Die Ziele Unsere gemeinsame Arbeit orientiert sich am einzelnen Menschen, seinen Wünschen und Möglichkeiten. Im Allgemeinen betreffen sie die Persönlichkeitsentwicklung Selbstwert und Selbstbewusstsein Teilhabe und Integration in ein unbelastetes Leben altersentsprechende Verselbständigung Entwicklung einer Zukunftsperspektive Bei Essstörungen geht es insbesondere um sich Wohlfühlen im eigenen Körper Essen mit Freude und Genuss ein normales Gewicht körperliche Belastbarkeit JUGENDAMT & PROFESSIONALS Allgemeine Informationen Die pädagogisch-therapeutische Intensivwohngruppe PHOENIX I ist als eine Einrichtung der stationären Erziehungshilfe für psychisch kranke Mädchen und junge Frauen mit internalisierenden psychischen Erkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen konzipiert. Die Wohngruppe ist Teil eines sektorenübergreifenden, interdisziplinären und multimodalen Versorgungskonzeptes für psychisch kranke Kinder und Jugendliche. Sie leistet eine intensiv- pädagogische Begleitung, Unterstützung und Förderung im Grenzbereich zwischen Jugendhilfe, psychologischer und medizinischer Versorgung sowie familiärem Umfeld. Aufgrund der besonders hohen fachlichen Anforderungen arbeiten in unserer Wohngruppe fast ausschließlich pädagogische Mitarbeiter mit einem Studienabschluss in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik. Die Schnittstellen Jugendhilfe-Krankenversorgung-Familie werden durch eine primäre Orientierung sämtlicher Maßnahmen am Kernprozess der Krankheitsgenesung des Kindes/Jugendlichen überwunden. Bereits bestehende Hilfs- und Behandlungsangebote sollen durch Fokussierung und Strukturierung effektiver und erfolgreicher gestaltet werden. Um einen intensiven Kontakt mit den Eltern bzw. der Familie zu gewährleisten ist unser Einzugsgebiet auf einen Umkreis von maximal 250 km, d.h. auf die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen begrenzt. Klientinnen aus dem Landkreis Altenkirchen und dem Westerwaldkreis werden bevorzugt aufgenommen." Die Rechtsgrundlage unserer Arbeit stellt das Sozialgesetzbuch dar: § 35a SGB VIII  i.V.m. §§ 27, 34, 36 und 41 SGB VIII §§ 53 und 54 SGB XII § 26 SGB IX Warum sie sich für die VILLA PHOENIX entscheiden sollten... schönes Wohnumfeld mit großem Garten in zentraler Lage besonders hohe Qualifikation im pädagogischen Mitarbeiterteam interdisziplinäre, pädagogisch-psychologische Kompetenzen und sehr gute Arbeitsatmosphäre im Team sowie im Umgang mit den Klientinnen Schnittstelle Jugendhilfe-Medizin: wöchentliche Teamsitzung mit Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendmedizin professionelles Krisen- und Notfallmanagement: direkte Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie am DRK Krankenhaus Altenkirchen Qualitätsmanagement: kontinuierliche interne Fortbildungen, eine externe Supervision und Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Bochum Konzeption und Leistungsbeschreibung Diese schicken wir Ihnen auf Anfrage sehr gerne und umgehend zu. Bitte wenden Sie sich an die pädagogische Leitung: Frau Marlen Schrick 02742 9 67 70-20 oder info@villaphoenix.de KONTAKT Frau Marlen Schrick Fon 02742 / 9 67 70-20 Fax 02742 / 9 67 70-23 info@villaphoenix.de WOHNGRUPPE Die VILLA PHOENIX ist ein Projekt der stationären Nachsorge zur Reintegration und Verselbstständigung von Mädchen und jungen Frauen. Die pädagogische Begleitung und Anleitung der Jugendlichen erfolgt 24 Stunden am Tag, auch nachts ist ein Mitarbeiter in der Wohngruppe anwesend. Die pädagogisch-therapeutische Wohngruppe befindet sich in einem schönen Gründerzeithaus aus dem Jahr 1915, umgeben von einem parkähnlichen Garten. Die Villa liegt in ruhiger und zentraler Lage in der Stadt Wissen (Westerwald). Sämtliche Institutionen und Freizeiteinrichtungen sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Die Einzel- und Doppelzimmer der Wohngruppe sind über zwei Etagen verteilt. Die Villa verfügt über eine große Küche, Gruppenräume und einen Kreativ- bzw. Kunsttherapieraum. © 2015 PHOENIX Jugendhilfe info@villaphoenix.de KONTAKT