ZIELGRUPPE Die Zielgruppe Aufgenommen werden bis zu 3 junge Frauen im Alter von 17 bis 24 Jahren, die unter einer länger bestehenden oder rezidivierenden psychischen Erkrankung leiden. Zu diesen Krankheitsbildern zählen: Magersucht (Anorexia nervosa) F50.0 Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) F50.1 Essattacken (Binge-Eating) F50.8 Esssucht (Adipositas) E66.x Depressionen F32.x, F33.x, F34.x Angststörungen/Phobien F41.x, F40.x Persönlichkeitsstörungen F60.x Anpassungsstörungen F43.1 posttraumatische Belastungsstörungen F43.2 Konversionsstörungen F44.x Zwangsstörungen F42.x schizophrene Erkrankungen F20.x Die Aufnahmevoraussetzungen von Seiten der Behörde: die Genehmigung des zuständigen Jugend- oder Sozialamtes von Seiten des Klienten: die Bereitschaft des jungen Menschen das pädagogisch- therapeutische Angebot anzunehmen das Bestreben des jungen Menschen sein Leben eigenverantwortlich führen zu wollen eine stabilisierte körperliche und seelische Konstitution ein Aufnahmegewicht von > 10% Perzentile seit mehr als 3 Monaten von Seiten der Familie (bei Minderjährigen): das Einverständnis zur Unterbringung in der Wohngruppe und für eine psychotherapeutische Behandlung KONZEPTION & ANGEBOTE Die Konzeption Die Verselbständigungsgruppe möchte junge Frauen und Mädchen unterstützen, ihren Alltag unabhängig zu gestalten und eigene Zukunftspläne zu verwirklichen. Sie wurde für eine gemeindenahe, lokale Versorgung psychisch erkrankter junger Frauen konzipiert. PHOENIX II ist Teil eines an der Betreuungsintensität abgestuften pädagogischen Versorgungsangebotes und steht zwischen der Intensivwohngruppe PHOENIX I und dem ambulant betreuten Wohnen. Die Wohngruppe leistet eine pädagogische und sozialpsychiatrische Begleitung, Unterstützung und Förderung im Grenzbereich zwischen Jugendhilfe, Sozialhilfe und medizinischer Versorgung. Sie ist eng mit anderen Institutionen und Hilfsangeboten vernetzt wie z.B. der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am DRK Krankenhaus in Altenkirchen dem Antonius-Krankenhaus für Psychiatrie in Wissen dem Jugendamt/ dem Sozialamt/ dem Arbeitsamt unterschiedlichsten Schulen und Ausbildungsangeboten niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten Die Angebote pädagogisch-psychologische Betreuung an 6 Tagen in der Woche Betreuungszeiten können an einzelnen Tagen nach aktuellen Erfordernissen individuell gestaltet werden Bezugsbetreuersystem mit wöchentlichen strukturierten Einzelgesprächen 1x pro Woche Gruppentreffen unter pädagogischer Leitung 1x pro Woche psychotherapeutische Gruppe Möglichkeit zur Psychotherapie im Einzelsetting Möglichkeit zur Kunsttherapie und /oder Bewegungstherapie im Einzelsetting 1x pro Woche Kochkurs mit Dipl.-Ökotrophologin bei Bedarf: Ernährungsberatung im Einzelsetting Die Ziele Unsere gemeinsame Arbeit orientiert sich am einzelnen Menschen, seinen Vorstellungen und Möglichkeiten. Im Allgemeinen betreffen sie die Persönlichkeitsentwicklung ein seelisches und körperliches Wohlbefinden die Teilhabe und Integration in ein unbelastetes Leben eine Verselbständigung und Verantwortungsbewusstsein die Entwicklung einer Zukunftsperspektive Im Besonderen arbeiten wir an der Akzeptanz und der Bewältigung der psychischen Erkrankung: emotionale Stabilität Reduktion der Krankheitssymptome Integration in Schule und Beruf Tages- und Wochenstrukturierung sich Wohlfühlen im eigenen Körper Essen mit Freude und Genuss normales Gewicht körperliche Belastbarkeit Sie entscheiden im Verlauf, ob Sie in eine eigene Wohnung oder ins Elternhaus zurückkehren Der Alltag Jeder Bewohnerin wird durch einen Bezugsbetreuer in der Alltagsbewältigung und in Krisensituationen unterstützt. Zu den Aufgaben der Einzelbetreuung zählen z.B. Hilfen bei schulischen und beruflichen Problemen, bei der Bewältigung der eigenen psychischen Erkrankung, bei der Teilhabe am gesellschaftliche Leben, bei der Freizeitgestaltung oder bei der Kontaktaufnahme zu Ämtern und der Erledigung administrativer Pflichten. Ziel ist die Entwicklung einer tragfähigen und lebenswerten Alltagsstruktur. In einer Krisensituation können die Klientinnen 24 Stunden/Tag einen Betreuer zur Hilfe rufen. Ansonsten organisieren sich die jungen Frauen ihren Wochenablauf selbstständig. Die Mahlzeiten werden von den Bewohnerinnen eigenständig zubereitet und wenn möglich gemeinsam eingenommen. Bei Bedarf steht unsere Dipl.-Ökotrophologin bzw. erfahrene Ernährungsberaterin für regelmäßige Einzelgespräche und Kochtrainings zu Seite. Nach dem Frühstück verlassen die Mitbewohnerin in der Regel das Haus und besuchen eine Schule oder einen Ausbildungsplatz. Es wird eine den persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten entsprechende Schul- oder Ausbildungslaufbahn angestrebt. Hierbei unterstützen wir jede Klientin bei der Suche nach einem Schul-, Ausbildungs- oder Praktikumsplatz. Am Nachmittag ist Zeit für Hausaufgaben, individuelle Freizeitgestaltung oder Therapien. Bei entsprechender Indikation kann jede Bewohnerin eine ambulante Psychotherapie im Einzelsetting erhalten. Fakultativ ist auch die Teilnahme an der wöchentlichen Kunsttherapiegruppe möglich, ein Kreativraum befindet sich im Kellergeschoss des Hauses. Wir unterstützen jede junge Frau bei einer aktiven Freizeitgestaltung und auf der Suche nach einer sportlichen oder musischen Aktivität ihrer Wahl. Der Kontakt und die Unterstützung durch die Familie und Freunde kann ein wichtiger Faktor auf dem Weg der Genesung sein. Die Einbeziehung der Familie und Freunde in das Betreuungs- und Behandlungskonzept ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Regelmäßige telefonische Kontakte und Beurlaubungen werden unterstützt. Und natürlich gehören auch regelmäßige Elterngespräche und Beratungen fest zu unserem Betreuungskonzept. Einmal im Monat laden wir die Familien zu einem Brunch in die Wohngemeinschaft ein. In diesem Kontext finden alle 2 Monate auch Informations- veranstaltungen und therapeutische Gruppeninterventionen statt.   JUGENDAMT & PROFESSIONALS Allgemeine Informationen Die pädagogisch-therapeutische Intensivwohngruppe PHOENIX II ist als eine Einrichtung der stationären Erziehungshilfe für psychisch kranke Mädchen und junge Frauen mit internalisierenden psychischen Erkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Essstörungen konzipiert. Die Wohngruppe ist Teil eines sektorenübergreifenden, interdisziplinären und multimodalen Versorgungskonzeptes für psychisch kranke Kinder und Jugendliche. Sie leistet eine intensiv- pädagogische Begleitung, Unterstützung und Förderung im Grenzbereich zwischen Jugendhilfe, psychologischer und medizinischer Versorgung sowie familiärem Umfeld. Aufgrund der besonders hohen fachlichen Anforderungen arbeiten in unserer Wohngruppe fast ausschließlich pädagogische Mitarbeiter mit einem Studienabschluss in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik. Die Schnittstellen Jugendhilfe-Krankenversorgung-Familie werden durch eine primäre Orientierung sämtlicher Maßnahmen am Kernprozess der Krankheitsgenesung des Kindes/Jugendlichen überwunden. Bereits bestehende Hilfs- und Behandlungsangebote sollen durch Fokussierung und Strukturierung effektiver und erfolgreicher gestaltet werden. Wir möchten insbesondere Klientinnen aus dem Landkreis Altenkirchen und dem Westerwaldkreis ermöglichen, in ihrem vertrauten Lebensumfeld zu bleiben, um weiter einem Schulbesuch oder einer Berufsausbildung nachgehen zu können. Bewohnerinnen, die zuvor in der Intensivpädagogischen Wohngruppe gewohnt haben, werden bevorzugt in der Verselbständigungsgruppe weiter betreut. Die Rechtsgrundlage unserer Arbeit stellt das Sozialgesetzbuch dar: § 35a SGB VIII  i.V.m. §§ 27, 34, 36 und 41 SGB VIII §§ 53 und 54 SGB XII § 26 SGB IX Warum sie sich für die VILLA PHOENIX entscheiden sollten... schönes Wohnumfeld mit großem Garten in zentraler Lage besonders hohe Qualifikation im pädagogischen Mitarbeiterteam interdisziplinäre, pädagogisch-psychologische Kompetenzen und sehr gute Arbeitsatmosphäre im Team sowie im Umgang mit den Klientinnen Schnittstelle Jugendhilfe-Medizin: wöchentliche Teamsitzung mit Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendmedizin professionelles Krisen- und Notfallmanagement: direkte Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie am DRK Krankenhaus Altenkirchen Qualitätsmanagement: kontinuierliche interne Fortbildungen, eine externe Supervision und Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Bochum Konzeption und Leistungsbeschreibung Diese schicken wir Ihnen auf Anfrage sehr gerne und umgehend zu. Bitte wenden Sie sich an: Frau Ann-Kathrin Bläser 02742 9 67 70-24 oder info@villaphoenix.de WOHNGRUPPE Die Wohngruppe PHOENIX II ist ein Projekt der stationären Jugendhilfe zur Verselbständigung für junge Frauen im Kontext der VILLA PHOENIX. Die pädagogische Begleitung und Anleitung der Jugendlichen erfolgt stundenweise an 6 Tagen in der Woche. Die Verselbständigungsgruppe für drei Bewohnerinnen befindet sich in einer separaten Wohnung in der VILLA PHOENIX. Die Villa liegt in ruhiger und zentraler Lage in der Stadt Wissen (Westerwald). Das schöne Gründerzeithaus aus dem Jahr 1915 ist umgeben von einem parkähnlichen Garten. Sämtliche Institutionen und Freizeiteinrichtungen sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Die Wohnung verfügt über drei Einzelzimmer und einen Wohnraum, eine Küche, ein Esszimmer, ein Badezimmer und eine weitere Toilette. Der sich im Keller befindende Kreativ- bzw. Kunsttherapieraum steht für gestalterisches Arbeiten und Freizeit zur Verfügung. KONTAKT Frau Ann-Kathrin Bläser Fon 02742 / 9 67 70-24 Fax 02742 / 9 67 70-26 info@villaphoenix.de © 2015 PHOENIX Jugendhilfe info@villaphoenix.de KONTAKT